Verstauchung/Zerrung

Eine Verstauchung oder Distorsion (lat. Verdrehung) ist eine Verletzung eines Bandes (Ligamentum) oder einer Gelenkkapsel, bei der die Kollagenfasern dieser Strukturen stark überdehnt werden. Betroffene Stellen sind meistens Handgelenk, Fuß oder Knie, am häufigsten tritt eine Verstauchung nach einer gewaltsamen Überdehnung des Sprunggelenks (Supinationstrauma) auf.

 

Anschwellen, Schmerzen und ein Bluterguss sind typische Zeichen einer Verstauchung. Die Behandlung erfolgt durch, Kühlen (entzündungshemmend, schmerzlindernd), Ruhigstellen (Reizminderung) und Hochlagern (abschwellender Effekt) des Gelenks. Überprüft werden muss dabei, ob die Bänder in ihrer Kontinuität verletzt wurden.

 

Auch leichtere Bandverletzungen können zu einer chronischen Instabilität führen. Das mündet dann häufig schon in jungem Alter in einer Arthrose, und das meistens bei sportlich aktiven Menschen. Es ist daher zu empfehlen, auch bei leichten Verletzungen einen Arzt aufzusuchen,  ein Laie ist kaum in der Lage, zwischen leichten und schwereren Verletzungen zu unterscheiden. Die Intensität des Schmerzes kann täuschen, auch eine folgenschwere Verletzung ist nicht unbedingt schmerzhaft.

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