Schnellender Finger

Ultraschalluntersuchung zur Überprüfung des Schnapp-Phänomens.

Mit schnellender Finger (auch Schnappfinger, Springfinger, lat. Tendovaginosis stenosans, Tendovaginitis stenosans oder Digitus saltans) wird eine Erkrankung bezeichnet, bei der die Beugesehnen eines Fingers über dem beugeseitigen Fingergrundgelenk verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband gleiten können. Dadurch kommt es zu einem 'Schnappen' des Fingers beim Beugen, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden. Eine Tendovaginitis stenosans entsteht durch eine Überbelastung der Flexoren der Hand.

 

Die Diagnose erfolgt klinisch, anhand der körperlichen Untersuchung. Ergänzend werden Röntgenaufnahmen zum Ausschluss knöcherner Veränderungen, ggf. auch eine Ultraschall-Untersuchung und in seltenen Fällen eine Schichtuntersuchung durchgeführt.

 

Die Therapie besteht in einem kleinen operativen Eingriff, bei dem das Ringband durchtrennt wird und dadurch die Sehne wieder frei gleiten kann. Konservative Therapieoptionen (Abschwellende Medikamente, kurzfristige Ruhigstellung, Kortisoninjektion, etc.) können versucht werden, sind aber meist nicht erfolgreich.

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