Meniskus-Verletzung

Definition:

Als Meniskus werden zwei halbmondförmige Faserknorpel (Innen- und Außenmeniskus) im Kniegelenk bezeichnet. Sie dienen der Druck- und Kraftübertragung zwischen dem Ober-schenkel und dem Schienbein.

 

Ursache:

Ein akuter Riss des Meniskus erfolgt bei einer schnellen Drehung des gebeugten Kniegelenkes.

Chronische Schäden entstehen auf-grund von  Verschleiß bedingten Ver-änderungen. Häufiger ist der Innenmeniskus betroffen.

 

Beschwerden:

Stechende Schmerzen bei Beugung und Drehbewegungen, meist direkt im Bereich des Gelenksspaltes. Nach Belastung wiederkehrende Schwellung des Kniegelenkes. Bei einem Lappenriss kann es sogar zu einer Blockierung des Kniegelenks kommen.

 

Diagnose:

Die klinischen Untersuchung ist meist schon eindeutig, die typischen Meniskus-Tests sind häufig positiv. Mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie kann die Diagnose gesichert werden.

 

Therapie:

Ein Meniskusriss heilt in der Regel nicht. Deshalb ist in der Regel eine operative Therapie angezeigt. In Abhängigkeit von der Rissform des Meniskus wird mittels Knopflochchirurgie (Arthroskopie) eine Naht oder eine Teilentfernung des betroffenen Meniskus durchgeführt.

 

Prognose:

Nach der Teilentfernung des Meniskus ist der Patient rasch wieder beschwerdefrei, eine Sportfähigkeit nach 4 bis 6 Wochen gegeben. Wenn die Naht des Meniskus möglich ist, ist dies prognostisch günstiger. Durch einen fehlenden Meniskus kann längerfristig eine vorzeitigen Abnützungen des Knorpels entstehen.

 

Im Anschluss an eine Meniskusnaht erfolgt direkt nach der Operation eine vorübergehende Bewegungseinschränkung mittels einer Knieschiene. Der Patient darf für 6 Wochen das betroffene Bein nur teilweise belasten. Eine volle Sportfähigkeit ist nach 6 bis 8 Monaten gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

Knieartikel Kleine Zeitung Jänner 2016.

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